BuchBerlin 2018 – Nachlese

Am vorigen Wochenende waren wir in Berlin zur Buchmesse, die sich mittlerweile zur drittgrößten in Deutschland gemausert hat. Und wir waren gespannt, wie eine solche Buchmesse, die wir sonst bereits schon in diversen kleinen Städten mitgemacht haben, in einer Großstadt wirkt.

Die Organisation im Vorfeld war hervorragend. Da stimmte so gut wie alles. Es wurden diverse Formulare und Informationen zur Verfügung gestellt, so dass sich keiner alleingelassen fühlen musste. Im Messekatalog wurde den Ausstellern eine Anzeige eingeräumt (siehe Bild), es konnten Lesungen und Veranstaltungen angeboten werden, die ebenfalls im Katalog dann mit den Zeiten und Räumen abgedruckt waren.

Chaotisch wirkte dann die Organisation zum Aufbau, was teils auch an dem Veranstaltungsort, das Mercure Hotel MOA Berlin lag. Das fing schon mit der Hotelrezeption an, die auf irgendeiner Etage des Hotels war, Eingang zum Hotel schien nur ein Hintereingang zu sein, Parkplatz war nicht ausgeschildert.

Am ersten Tag wurde dann das Orga-Team selbst von dem Andrang bereits vor Öffnung der Tore überrascht. Hier trifft den Veranstaltern natürlich keine Schuld und alle von ihnen gaben ihr Bestes. Aber der Zeitpunkt des Andrangs war unübertroffen.

Veranstaltungen fanden in verschiedenen Räumen rund um die beiden Haupthallen statt. Begrüßenswert wäre gewesen, wenn diese nicht nur im Katalog angezeigt worden wären, sondern möglicherweise auch über eine Lautsprecheranlage angekündigt, wie das auf vielen anderen Buchmessen der Fall ist.

Über zweihundert Aussteller waren angereist. Doch zwei Drittel von ihnen belegten die Genre Fantasy/ Science Fiction/ Kinder- und Jugendbuch. Das passte leider nicht zu uns. Alle anderen Genre waren unterrepräsentiert, was dazu führte, dass zwar sehr viele Menschen an den Ständen vorbeimarschierten, die allerdings wenig interessiert waren. Interessante Gespräche wurden vorwiegend mit Ausstellerkollegen geführt. Gespräche mit interessierten Buchliebhabern waren eher selten.

Fazit: Es wurden lediglich genausoviele Bücher verkauft, wie es auch auf solchen Veranstaltungen in Dörfern und Kleinstädten der Fall ist, obwohl vielleicht die hundertfache Menge an Gästen am Stand vorbeiliefen. Bei den relativ hohen Veranstaltungskosten kein wünschenswertes Verhältnis.