Vertreibung der Massai – Unterschriftenaktion

Momentan läuft noch eine Unterschriftenaktion, die sich gegen die Vertreibung der Massai in Tansania richtet. Die Massai sollen Platz machen für Tourismus und Großwildjagd. Über die Organisation „Die Welt in Aktion – AVAAZ“ bitten die Stammesältesten um Unterstützung. Nur noch wenige Unterschriften sind nötig, um die erforderlichen drei Millionen zu erreichen.

Dieser Aufruf kommt gerade zu einem Zeitpunkt, an welchem bei uns der Roman „Serengeti wird sterben“ von Klaus Heimann erscheint. Heimann hat sich genau dieses Themas in seinem Thriller angenommen und führt an dieselben Schauplätze. Figuren, die im Roman fiktionalisiert sind, wurden in Realität wieder aufgefunden.

Unter dem Titel:

70.000 Massai in Loliondo, Tansania, stehen vor einer weiteren gewaltsamen Vertreibung

wird in einem Artikel der International Workgroup for Indegenous Affairs (IWGIA) ausführlich hiervon berichtet. Darin heißt es:

Nach zuverlässigen Informationen von Indigenous Peoples Rights International (IPRI) und der International Work Group for Indigenous Affairs (IWGIA) plant die Regierung der Vereinigten Republik Tansania derzeit die Vertreibung der indigenen Maasai aus einem 1.500 km2 großen Gebiet in ihrem angestammten Land in der Loliondo Division des Ngorongoro Distrikts, Region Arusha, östlich des Serengeti Nationalparks.

Die betroffenen Gemeinschaften appellieren daher an die Regierung Tansanias, alle Räumungspläne zu stoppen, die Sicherheit ihres Landbesitzes und ihrer Ressourcen umfassend zu schützen und ihnen ein friedliches Leben in ihrem Gebiet zu ermöglichen. Sie appellieren auch an die internationale Gemeinschaft, sich mit ihnen zu solidarisieren und Druck auf die Regierung Tansanias auszuüben, damit sie ihre Rechte und ihre Würde respektiert und schützt, anstatt sie zu vertreiben.

IWGIA