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Beschreibung

Bernd Wehner reist nach Amerika, um die Helden seiner Kindheit zu suchen: die Indianer. Er erlebt Begeisterndes – ein Volk, das der Mohawk, das immer noch viel näher an seinen Traditionen lebt als sein eigenes – und Ernüchterndes – die Zerstörungen, die eine übermächtige weiße Dollarwelt dort schon angerichtet hat und täglich neu anrichtet. Er findet Menschen, die genauso zerrissen sind zwischen ihren Träumen und ihrem Leben in der Realität wie er selbst. Die sich aber trotz aller Schwere im Alltag ihren trockenen indianischen Humor bewahrt haben.

In seiner Jugend hat Wehner Berge von Indianerbüchern verschlungen. Nun hat er genug von der Papierwelt, und er reist dorthin, wo die Indianer wirklich leben. Er landet in Akwesasne – einem Dorf der Mohawk Irokesen am Sankt Lorenz Strom. Er kommt genau richtig: Sie bauen eine Schule: Überleben als Mohawk Nation im weißen Amerika. Und er baut mit.

Vier Jahre später ist er wieder in Akwesasne. Diesmal ist Alltag. Wieder erfährt er eine ganz selbstverständliche Gastfreundschaft. Und nur so, als Beinahe-Familienmitglied, erlebt er den schmalen Grat, auf dem das einst so stolze Volk heute wandelt. Alkohol und Zigarettenschmuggel, das große Geld der Glücksspielhallen, Arbeitslosigkeit und Bruderkampf, eine Jugend, die in Langeweile und Drogen verlorenzugehen droht – all das ist gegenwärtig. Ein Reservat, das durch eine Staats- und eine Provinzgrenze in drei Teile zerschnitten ist, tut sein Übriges.

Aber da ist auch die Akwesasne Freedom School, die Überlebensschule der Mohawk. Da sind die Clanmütter und die Chiefs der großen Ratsversammlung. Da gibt es die Radiostation und das traditionelle Freundschaftsfest. Und viele Denkweisen einer uralten Kultur, die bis heute überlebt haben.

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Ein realer Reisebericht zu den Himmelsläufern von New York, den Mohawk-Indianern von Akwesasne im Grenzgebiet USA/ Kanada. Angefeuert und visioniert von Indianerromanen und Indianerfilmen seiner Kindheit machte sich Bernd Wehner auf den Weg zu den Indianern. Doch er traf auf eine Realität, mit der er nicht gerechnet hatte: die Mohawk zwischen Tradition und Moderne. Nicht nur der Traum des Reisenden, der die Indianer sucht, auch der Traum der Indianer, in ihren alten Traditionen weiterleben zu können, ist (fast) zerplatzt. Während die Indianer schwanken zwischen einem modernen Leben als Bauleute der Wolkenkratzer von New York und Besitzer von Spielcasinos auf der einen Seite und dem sozialen Absturz und dem Verfall in Alkohol und Armut, lernt Wehner Menschen kennen und lieben. Während zweier Reisen in die USA schließt er sich ihnen an und versucht, sie zu verstehen.

Berichterstattung

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Daten

Bernd Wehner

Der Mohawk-Traum

von einem, der auszog, die Indianer zu finden

ISBN: 978-3-943121-32-2

ca. 195 S. – 19,0 x 12,0 cm

(D) 11,99 € (A) 12,40 €

1. Auflage 2013
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